Tourentip
Die Tour ist sehr abwechselungsreich, da gut markierte Wege mit weglosem Gelände und Gletscherpassagen abwechseln. Die weglosen Strecken erfordern absolute Trittsicherheit. Bei direktem Übergang vom Taschachhaus zum Gepatschhaus (ohne Ölgrubenspitze und Rauhekopfhütte) werden die schwierigsten Passagen umgangen. Durch die sich ständig verändernden Gletscherverhältnisse kann sich die Wegwahl in diesem Bereich ständig ändern.
Beschreibung: 1. Tag Anreise und Aufstieg Riffelseehütte (2293 m) Über Imst in das Pitztal und bis Mandarfen (1680 m) fahren. Auffahrt mit der Riffelseebahn (Sessellift) auf 2296 m und in 10 min auf bez. Weg zur Hütte; oder auf bez. Weg von Mandarfen unter dem Lift in 2 Std. zur Hütte oder auf bez. Weg vom Parkplatz Pitztaler Gletscherbahn in 1½ Std. zur Hütte 2. Tag : Riffelseehütte (2293 m) - Taschachhaus (2433 m) FULDAER - HÖHENWEG: Der ganze Weg verläuft ohne großere Höhendifferenzen. Zwei kurze, aber einfache Stellen sind mit Drahtseil versichert. Der Weg ist gut markiert und häufig begangen. Schöne leichte Tour zum eingehen. Zeit für Gruppen: 3-4 Std. 3. Tag : Taschachhaus (2433 m) - Hint. Ölgrubenspitze - Rauhekopfhütte (2731 m) Vom Taschachhaus kurz absteigend zum Bach und über die Brücke. Nach Westen den Steinmännchen und der roten Markierung folgend Richtung Ölgrubenjoch aufsteigen (2½-3 Std.). Kurz vor dem Joch über den flacheren linken Teil des Gletschers unter die Hintere Ölgrubenspitze queren (meist Spur vorhanden) und über Geröll und Steigspuren steil ansteigend auf den Gipfel 3296 m (½ Std). Vom Gipfel nach Süden über den Grat (Schwierigkeit:I), weglos bis ins Wannetjoch absteigen. Die ersten 50 m des Grates sind die schwierigsten, da hier der Grat relativ schmal ist. Danach wird er breiter und damit auch einfacher. (Abstieg ½ Std.) Vom Wannetjoch auf den "ungefährlichen" Westl. Wannetferner absteigen und diesen bis zum Ende gehen. Jetzt muß man sich rechts halten und gelangt so auf den flacheren Teil der nördlichen Moräne. Von hier kann man den Gepatschferner gut einsehen und sich eine geeignete Stelle aussuchen, um auf den Gletscher zu kommen und diesen zu überqueren. Das Ziel ist die gegenüberliegende Seite des Gletschers, kurz oberhalb des Wasserfalls. Man quert den Gletscher an seiner flachesten Stelle, unterhalb einer Bruchzone. Nach der Querung des Gletschers hält man auf den Wasserfall zu. Oberhalb von diesem gelangt man über wasserüberflossenes Geröll und Schrofen (Steigspuren, Rote Stangen) auf immer deutlicher werdendem Weg zur Hütte (1½-2 Std.). Lange anstrengende Etappe. Fels mit leichter Kletterrei (1.Grad). Querung des Gepatschferners sollte nur bei guter Sicht durchgeführt werden, wobei die Schwierigkeit darin besteht, auf den Gletscher zu kommen. Normalerweise ist der Gletscher aper, wodurch die Spalten sichtbar sind. Letzter Anstieg zur Rauhekopfhütte nochmals anstrengend, da steil und loses Geröll - schlechte Markierung. Dafür entschädigt die urgemütliche Rauhekopfhütte. Weg nicht durchgehend markiert. Zeit für Gruppen ca. 7-9 Std. Alternativ dazu kann man über das Ölgrubenjoch Richtung Gepatschhaus absteigen und um die Ölgrubespitze herum queren, bis man auch wieder zum Abstieg auf den Gepatschferner gelangt. Von hier erfolgt dann der gleiche Aufstieg zur Rauhekopfhütte wie oben beschrieben. 4. Tag : Rauhekopfhütte (2731 m) - Gepatschhaus (1918 m) Von der Hütte aus kann man den Gepatschferner gut einsehen. Von der unteren Gletscherzunge zieht ein Weg zwischen Felsen hindurch ins Kaunertal. Bei guten Verhältnissen (und dem entsprechenden Können) kann man den Abstieg über den gesamten Gletscher zu diesem Weg hin wählen. Dies ist auf jedenfall eine lohnende Alternative zu dem normalen Abstiegsweg, und außerdem ist er auch noch kürzer. Man steigt von der Hütte wieder auf den Gepatschferner ab und quert diesen wie beim Aufstieg. Man hält sich in der Mitte des Gletschers, bis eine größere Spaltenzone kommt. Diese umgeht man links und hält sich immer leicht links der Mitte des Gletschers. So erreicht man (wenn man Glück hat) das Ende des Gletschers (3 Std.). Auf dem hier beginnenden Weg kurz ansteigend und dann absteigend zur Kaunertaler Gletscherstraße. Über diese und parallel dazu gelangt man in 15 min zum Gepatschhaus. Die andere Alternative ist der normale Abstieg über den bez. Weg. Dazu überquert man den Gletscher wie bein Aufstieg und steigt die Moräne hinauf, bis man wieder (wie am Tag vorher) auf die Wegmarkierung vom Gepatschhaus trifft. Der Markierung folgend steigt man zum Gepatschhaus ab. Bei guten Verhältnissen schöner Gletscherabstieg. Man braucht etwas Geschick um die Spaltenzonen zu umgehen. Kaum anstrengend, da fast nur Abstieg. Zeit für Gruppen ca. 3½-4 Std. 5. Tag : Gepatschhaus (1918 m) - Riffelseehütte (2293 m) Diese Strecke folgt dem "Alter" OFFENBACHER HÖHENWEG. 2004 wurde der Offenbacher Höhenweg allerdings verlegt, wodurch die Etappe bis zum Wurmtaler Joch nicht mehr zum Offenbacher Höhenweg zählt. Momentan wird dieser Abschnitt aber noch von der Gemeinde Kaunertal weiter betrieben. So kann man hoffen, dass die Markierungen auch weiterhin erhalten bleiben. Vom Gepatschhaus kurz über die Straße absteigen bis zum Wegweiser Richtung Wurmtal. Immer dem Weg folgen, erst steil ansteigend , dann leicht Berg auf - Berg ab bis zu einer weiteren Wegkreuzung (bei kleiner Hütte) (2-2½ Std.). Hier nach Osten Richtung Wurmtaler Joch abzweigen. Den spärlichen Markierungen folgen. Zuerst steigt man über Wiesen, bis man unterhalb eines Felsriegels links ein Schotterfeld erreicht. Über dieses steil ansteigend auf eine größere Hochfläche. Die Markierung leitet durch Felsen auf einen weiteren Felsriegel zu. Rechts des Felsriegels liegt ein großes Schotterfeld. Der Weg führt zwischen diesem Schotterfeld und dem Felsriegel rechts herum durch (genau in der Karte anschauen). Ist man um den Felsriegel herumgequert, dann kann man leicht links das Wurmtaler Joch (Markierung mit Stangen) sehen. Der Weg fürt steil in das Joch (3119 m) hinauf (3-4 Std.) Hier trifft man auf den "neuen" OFFENBACHER HÖHENWEG. Auf der anderen Seite ein Firnfeld steil hinab auf den Gletscher und über diesen in das Tal. Wenn man die Augen offen hält entdeckt man bald wieder Steinmännchen. Diese leiten auf immer besser werdendem Weg aus dem langen Tal zum Riffelsee heraus (3-4 Std.). Jetzt rechts um den See herum und kurzer Schlußanstieg zur Riffelseehütte. Lange, anstrengende Etappe mit 1200 Höhenmeter im Aufstieg. Landschaftlich sehr schön. Wegfindung genau auf der Karte anschauen, manchmal etwas wenig Markierungen vorhanden. Zeit für Gruppen ca. 8-10 Std. 6. Tag : Riffelseehütte (2293 m) - Kaunergrat Hütte (2811 m) COTTBUSER - HÖHENWEG: Von der Hütte steigt man Richtung Sessellift und folgt dann dem Wegweiser Cottbuser Höhenweg. Der Weg führt parallel zum Pitztal Richtung Steinkogel. Dieser wird durch eine Drahtseilversicherung (nicht einfach) umgangen. Anschließend folgt man dem Weg erst leicht, dann auf der Moräne steiler ansteigend zur Kaunergrat Hütte. Der Weg ist gut markiert und landschaftlich sehr schön angelegt. Die Seilsicherungen sind nicht zu unterschätzen. Teit für Gruppen ca. 4½-5 Std. 7. Tag : Kaunergrat Hütte (2811 m) - Verpeilhütte (2025 m) m) Der Übergang über das Madatschjoch ist seit 2005 verlegt. Von der Hütte steigt man jetzt in das apere Madatschjoch (nicht mehr das scheeige). Der Übergang ist mit Ketten versichert und mittlerweile ohne Gletscherberührung möglich. Jenseits des Jochs steigt man eine steile Schotterrinne hinab und rechts am Madatschferner vorbei auf einen kleinen See zu und weiter der Markierung folgend hinab zur Verpeilhütte. Der gesamte Weg ist markiert. Mittlerweile keine Gletscherbegehung mehr erforderlich. Etappe wenig anstrengend, da fast nur Abstieg. Zeit für Gruppen ca 4 Std. 8. Tag : Verpeilhütte (2025 m) - Riffelseeütte (2293 m) m) Von der Hütte auf markiertem Weg eben den Talboden Richtung Verpeiljoch gehen. Links haltend über Steigspuren aufsteigen und bis unter das Joch queren. Dieses sehr steil (Ketten) nach oben (2830 m). Auf der anderen Seite kurz etwas steiler hinab und dann den Steigspuren folgend bis ins Tal nach Trenkwald absteigen (6-7 Std.). Wer bis 3 Uhr in Trenkwald ist kann von dort den Bus Richting Mandarfen nehmen - sonst heißt es laufen. Je nach noch vorhandener Lust mit dem Sessellift oder zu Fuß auf die Riffelseehütte. Wer nicht mehr zur Hütte aufsteigen will, dem sei das Hotel Zirbenhof gegenüber der Liftstation empfohlen. Langer und selten begangener Weg. Sehr steiler und schottriger Aufstieg ins Verpeiljoch. Dieser Weg wird nicht mehr gepflegt. Zeit für Gruppen ca 7-9 Std. mit Bus und Lift. Alternativ dazu kann man zurück zur Kaunergrathütte und direkt nach Mandarfen absteigen oder von der Verpeilhütte nach Feichten absteigen und mit Bussen zurück nach Mandarfen gelangen. Durch den neu angelegten "Offenbacher Höhenweg" gibt es auch weitere lohnende Kombinationsmöglichkeiten z. B.: Verpeilhütte - Kaunergrathütte - Riffelseehütte - über den "Offenbacher Höhenweg" zum Taschachhaus - Rauhekopfhütte - Gepatschhaus |