
|
|
Tourentip - Gepatschhaus / Rauhekopfhütte
Für Eilige und Gipfelsammler ist der Aufstieg durch das Skigebiet über den Ostgrat oder über die Nörderscharte, die schnellere Variante.
Beschreibung 1. Tag: Aufstieg vom Gepatschhaus zur Rauhekopfhütte (2732 m) Es muß jeder für sich entscheiden ob er auf dem etwas gemütlicheren Moränenweg zum Gletschereinstieg geht oder den direkt über die Gletscherzunge führenden Weg zur Rauhekopfhütte nimmt. Ohne Eiskontakt und die entsprechende Ausrüstung ist es jedenfalls (noch) nicht möglich auf die Rauhekopfhütte zu kommen. Den Rest des Tages kann man mit einer Tour zum Gipfel des Großen Rauhekopf (2990 m) ausklingen lassen und sich dabei wertvolle Informationen über den Gletscherzustand und den Wegverlauf zur Weisseespitze holen. 2. Tag: Aufstieg zur Weisseespitze (3510 m) Es empfiehlt sich schon früh am Morgen loszugehen. Nicht umsonst heißt der etwas flachere Teil des kurz nach der Hütte erreichten Gepatschferners "Im Sumpf". Die Schnee und Eisverhältnisse sind das entscheidende Kriterium wann und ob die Steigeisen angezogen werden müssen. Ein Anseilen ist auf Grund der auch im unteren Teil immer größer(breiter) werdenden Spalten zwingend erforderlich. Auf dem Anfangs sehr flachen aber später immer steiler werdenden Weg geht's es in Serpentinen Richtung Zahn um dann an seiner südlichen Flanke kurz unter den Gratverlauf zwischen Zahn und Weisseespitze zu kommen. Die Veränderungen die es im Gipfelbereich der Weisseespitze gegeben hat, machen es unmöglich dem in den DAV- Karten eingezeichneten Wegverlauf zu folgen. Besser man geht von der tiefsten Stelle im Gratverlauf in Richtung des kleinen Felsvorsprungs (Punkt 3474) und bei erreichen des Gipfelplataus zum Gipfel. Die grandiose Rundumsicht ist der Lohn für die Mühen im Aufstieg. Für den Abstieg gibt es wieder zwei Möglichkeiten. Entweder man entscheidet sich über den Westgrat ins Skigebiet abzusteigen um von dort mit dem Postbus (Unbedingt die Abfahrtszeiten beachten) wieder zurück zu kommen oder man geht den gleichen Weg zurück zur Rauhekopfhütte um noch eine Nacht auf der wunderschön über der Gletscherzunge gelegenen Rauhekopfhütte zu verbringen. Insgesamt eine lohnende, sehr schöne und bei guter Witterung mäßig schwierige Tour. ACHTUNG!! Bei Nebel und schlechter Wegspur und wegen der Größe des Gletscherplateaus ist die Orientierung auf dem Gepatschferner sehr schwierig. Wichtig!! Bei der Weisseespitze muß auch im gesamten Gipfelaufbau mit Spalten gerechnet werden. ![]() (Karten mit freundlicher Genehmigung des DAV) |